Das Jahr 2026 ist bereits fortgeschritten, und es verbleiben letztlich nur noch neun Monate für die Umsetzung des Haushalts. Die Fraktion FREIE WÄHLER Werder (Havel) begrüßt daher ausdrücklich die Entscheidung, auf einen Doppelhaushalt zu verzichten und stattdessen einen Haushalt für das Jahr 2026 aufzustellen.

Aus unserer Sicht werden mit dem Haushalt 2026 die richtigen Prioritäten gesetzt. Besonders hervorzuheben ist der geplante Ausbau der Plötziner Straße. Da die Planungen hierfür bereits abgeschlossen sind, sollte die Maßnahme nun konsequent umgesetzt werden.

Ebenso bewerten wir die vorgesehenen Maßnahmen zur energetischen Sanierung – sei es die Umstellung der Straßenbeleuchtung oder die energetische Sanierung des Hortes „Sunshine-Kids“ – als sinnvoll. Diese Investitionen führen zwar zunächst zu höheren Ausgaben, werden sich jedoch mittel- und langfristig durch Einsparungen bei Bewirtschaftungs- und Energiekosten auszahlen.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt liegt für uns auf den Investitionen in die Feuerwehr. Neue Fahrzeuge, ein Feuerwehrhaus sowie die Maßnahmen am Feuerwehrhaus in Glindow, insbesondere die Umkleideräume, sind angesichts wachsender Anforderungen an die kommunale Gefahrenabwehr notwendig und richtig.

Die größte Investition im Haushalt 2026 stellt das Gewerbegebiet Glindow dar. Uns ist das damit verbundene finanzielle Risiko bewusst. Dennoch ist die Umsetzung eine wichtige Voraussetzung dafür, dass unsere Stadt weiterhin freiwillige Leistungen wie das Ortsteilbudget, die Vereinsförderung, die kostenfreie Nutzung der Turnhallen durch Vereine, den Zukunftshaushalt sowie den Kunst- und Kulturfonds aufrechterhalten kann. In diesem Zusammenhang vertrauen wir darauf, dass die Verwaltung alles daransetzt, das Projekt Gewerbegebiet erfolgreich umzusetzen.

Entscheidend ist zudem, dass die vorgesehenen Fördermittel für die Investitionen im Haushalt 2026 beantragt werden und die eingeplanten Mittel aus dem Sondervermögen tatsächlich bei der Stadt Werder (Havel) ankommen. Nur unter diesen Voraussetzungen können die geplanten Projekte vollständig realisiert werden. Der Beschluss zum Haushalt 2026 ist daher dringlich.

Insgesamt trägt der Haushalt 2026 den aktuellen Herausforderungen Rechnung und setzt nachvollziehbare Schwerpunkte in den Bereichen Infrastruktur, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung.